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Der Halbmond - ánjaneyāsan

Die rhythmisch gestaltende Ausformung der āsana "Halbmond - ánjaneyāsana" zeigt die Bewusstseinsarbeit in einer achtsamen und aufmerksamen Wahrnehmung zur Bodennähe und Integration in die Erde, sowie die Offenheit und Weite in die Welt und in die kosmische Weite.

Die Waage - tuládandāsana                          

Die Waage ist eine spannkräftige Übung in den Raum, die sich dafür eignet mit unterschiedlichen Inhalten in die Ausführung zu gehen. Die Gestaltung der Waage, praktiziert mit einem seelischen Inhalt zum sechsten Zentrum im Bewusstsein, zeigt einen anderen ästhetischen Formausdruck als die Waage, die mit einem Inhalt zum zweiten Zentrum ausgeführt wird. Das Bild zeigt nun die Waage mit der Ausgestaltung zum dritten Zentrum. "Bei der Zentrierung auf das dritte Zentrum nimmt der Übende sich den Konzentrationspunkt in der Körpermitte vor und er erlebt sich in kraftvollem aktiven Ausgespanntsein aus diesem Punkte. Er fühlt die Gliedmaßen förmlich von aktiver Spannkraft durchströmt und gleichzeitig bemerkt er ein Zentrum in sich und eine Gliederung nach außen. Allgemein beschreibt die Waage für die Seele das Bild des Fortschritts." (Heinz Grill)

 

Der Kopfstand - sirsāsana

"Der Körper ruht in dieser Übung umgekehrt und in graziler vertikaler Form auf dem Kopf. Bereits vom Bilde her wie auch von der auszuführenden, dynamischen Phase zentrieren sich in dieser Stellung alle Energien auf die Region der Stirn. Dynamik, Konzentration, Aufrichtekraft, Gestaltungskraft, Zielstrebigkeit und Klarheit drücken sich in dieser Übung aus. Der Übende erlebt die vertikale Linie ganz besonders intensiv in der umgekehrten Form, da diese im Kopfstand unausweichlich gegeben ist und gleichzeitig durch die Umkehrung in das Bewusstsein rückt. Die vertikale Linie offenbart die Natur des Gedankens, der in sich selbst konkret, klar ist und eine Himmelskraft, eine geistige Substanz selbst, darstellt. In diesem Sinnbild, das der lebendigen Erfahrung zugänglich ist, liegt die Bedeutung dieser grazielen Übung."
(Heinz Grill)



Der Schulterstand - sarvāngāsana



"Sarvangāsana heißt übersetzt - die Stellung aller Teile. Sie ist jene Übung, die ihren Mittelpunkt im Herzen besitzt und aus diesem Zentrum heraus sich zentrifugal in die Gliedmaßen verströmt. Das Bild des Ätherfließens, des Fließens der Lebenskräfte, aus dem Herzen in den peripheren Körper ist mit dieser Übung eindrucksvoll gegeben. Der Kopf, die Schultern und die Oberarme ruhen bei der Ausführung am Boden. Sie bilden die natürliche irdische Basis für das zentrifugale sprießende Wachstum der erbauenden Lebeskräfte. In dieser Stellung ist weniger die strenge, formgebundene Linie betont, sondern vielmehr das natürliche Wachsen in energetischer Leichtigkeit aus der Herzmitte." (Heinz Grill)


Das Dreieck - trikonāsana

"Der Sinn dieser Stellung liegt einerseits in der natürlichen Aktivität, die mit der Bewegung verbunden ist, denn der Übende erlebt sich sicher im Stand, aktiv in der Mitte und entspannt in der oberen Nacken-, Schulter- und Kopfregion. Er erlebt sich tatsächlich in einer Dreiheit, die bezeichnend für die drei Seelenkräfte von Denken, Fühlen und Wollen ist.....Die bewusste Empfindung der drei Ebenen, in denen sich das Leben bewegt, die rechte Erkenntnis zu diesen Ebenen und schließlich die aktive, naturgegebene Entwicklung eines Bewegungslebens, zeichnen das Bild dieser Stellung. Die Weite ist das Ergenis eines fortschrittlichen, geordneten, aktiven Willenslebens unter der Wahrung eines freien Raumes für andere." (Heinz Grill)

 

Die Flügel - paksati

"Das bewusst entwickelte Denken, das sich zu Vorstellungsbildern erbaut, kann dem Menschen einen natürlichen Schutz für sein Leben geben. Eine feine schützende Hülle, die aber den Menschen nicht abschirmt, im Gegenteil. Die Art des Denkens gestaltet Formen aus, die zunächst nur einmal auf geistige Weise sichtbar sind. Eine bewusst getätigte Vorstellung besteht nicht nur in einer Einbildung, sondern sie existiert wie ein Begleiter des Menschen und deshalb ist dieser nicht allein." (Heinz Grill)

 

Gewinkelte Kopf-Knie-Stellung mit Drehung - parivrtta janu sirsāsana

"Diese Übung ist durch eine Aufgliederung des Willens zu praktizieren. Nicht in einer gesamten, geschlossenen und einheitlichen Impulskraft wird der Körper in eine Dehnung geführt, sondern es wird gezielt der Oberkörper mit Schultern, Nacken und Kopf entspannt und die Mitte der Wirbelsäule gezielt angespannt. Eine weite Streckung, die eine hohe Willensleistung erfordert wird mit einer feinen Sensibilität des Offenseins vereint." (Heinz Grill)

Der Pflug - halāsana

Der Übende erlebt sich in der Umkehrhaltung einerseits offen, andererseits aber durch die Bewegung eingeschnürt und sucht aus diesem Spannungsverhältnis den Weg zur Erde. Das Bild der Wandlung drückt sich in der Umkehrhaltung und in der gesamten dynamisch getätigten Bewegung, bei der das Empfinden zum Boden, zur Erde und die Sehnsucht nach Weite in einer Ahnung zum Geiste lebendig ineinander gedrängt sind, aus." (Heinz Grill)

 

Das Rad - cakrāsana

"Das Rad ist eine der idealen Übungen, bei der der Schüler auf sehr leichte Weise die verschiendenen Ebenen der Empfindung und Wahrnehmung erleben lernen kann. Solange der Körper noch in Ruhe gehalten wird, schwingt der Atem einfach und natürlich. In der Bewegung aber steigt die gesamte Anforderung und Konzentration und der Atem wird meist kürzer, schneller und beengter. Der Übende erlebt sich im Rückwärtsbeugen in einer gewissen Anstrengung und größerwerdenden Offenheit, die ihm aber gleichzeitig einen ganz neuen Erlebensraum gewährt. Der Übende erlebt sich direkt in einem Loslöseprozess von etwas Altem und Vergangenem, und er tritt ein in den Neubeginn einer sensitiven Gegenwart. Diesen Neubeginn ordnen wir zunächst einmal dem fünften Energiezentrum, das im Halsbereich lokalisiert ist, zu. Das sechste Zentrum, das an der Stirn zwischen den Augen lokalisiert ist,  schenkt nach dieser vorbereitenden Loslösung von konventionellen Strukturen im Bewusstsein eine weite Beobachtungskraft für den Gedanken selbst. Durch die Beobachtungskraft bleibt der Übende in der Führung des Gedankens und kann somit den Körper im Bewegungsspiel beobachten." (Heinz Grill)

 

Die Beinstellung - hita eka pāda hastāsana

"Die anmutige und anspruchsvolle aufgerichtete Beinstellung bewirkt eine Anregung in das Aufrichtevermögen des gesamten Körpers. Das Zentrum des Aufrichtens liegt zunächst einmal am untersten Ende der Wirbelsäule. Der Übende richtet sich selbst scheinbar sowohl mit den Beinen als auch mit dem Rücken entgegen der ziehenden, beschwerenden und widerständigen Gravidität auf. Aber dieses Aufrichten geschieht bei einem etwas klareren und genaueren Blick nicht nur durch eine äußere Willensanstrengung gegen die Schwerkraft, sondern sogar mit einem Abstieg dieser. Der Körper selbst zieht sich zu einem Mittelpunkt zusammen und der Mensch wird fühlbar bescheidener. In dieser Aufrichtebemühung, die aus einer Zusammenziehung im Mittelpunkt des Körpers oder in den unteren beiden Energiezentren eintritt, liegt die hervorragende und lehrreiche Bedeutung der Übung." (Heinz Grill)

 

Der Drehsitz - ardha matsyendrāsana

"Der Drehsitz beschreibt die freie und dennoch schaffende Denktätigkeit, die die Wahrnehmungsprozesse der Sinnesströme kontrolliert und reguliert, und deshalb bezeichnet der Drehsitz die hohe Signifikanz der Reinheit im Denken. Diese gesteuerte Denktätigkeit schenkt eine Reinheit für das Sinnesleben. Reinheit und Weite im Haupte drücken sich im Bild des Drehsitzes aus. Das Denken sollte frei von Emotionen und frei von den Zugriffen der willentlichen Gebärden des Körpers bleiben. Diese Freiheit des Denkens bei gleichzeitig aktiver Willens- und Empfindungstätigkeit symbolisiert das hohe und erhabene Geheimnis des sechsten Energiezentrums." (Heinz Grill) 

 

Die Krähe - kākāsana

"Die Sinneswachheit steigert sich durch die Ausführung der Krähenposition. Das siebte Zentrum öffnet alle sensorischen Prozesse des Nervensystems auf eine maximale Weise und schenkt deshalb ein Bewusstsein, dass die Bewegung nicht nur allein der Ausdruck aller motorischen Antriebe der soganannten efferenten Bahnen ist, sondern dass die Bewegung in ihrer Summe eine empfangende Geste darstellt und in besonderer Weise sogar die afferenten Nervenbahnen beansprucht. Das Bewusstwerden dieser sensorischen Empfangsbereitschaft in der Bewegung bezeichnet eine der Bedeutungen der Krähenstellungen. Der gesamte Kopf lässt sich in der Krähe wie eine eigene, für sich existierende Dimension, die nahezu wie im Gegensatz zum Körper steht, erleben." (Heinz Grill)

 

Gelassenheit