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Yoga Ilona Balingen

Der Corona-Virus als Chance zur Schulung
einer objektiven Anschauungs- und Urteilsbildung

Hinschauen mit einer klaren und objektiven Ausrichtung zur Stärkung des Immunsystems und zur Förderung der Mittenfindung und dies  möglichst ohne Sympathie- und Antipathie-Gefühle“.

verfasst von Ilona Kramhöller

Wenn ich nun die letzten Wochen rückwirkend betrachte, dann zeigen sich sehr viele unterschiedliche Bilder und Stimmungen im nahen Umfeld, im Land und in der Welt in Bezug auf die Menschen, dem Gesundheitswesen, die Politik und Wirtschaft. Eines zeigt sich jedoch sehr deutlich, dass der Corona-Virus die Welt beschäftigt. Aus diesem Grund gibt es natürlich viele verschiedene Aussagen, Empfehlungen, Warnungen, Anweisungen und Verbote, die wiederum davon abhängig sind, welche Institution sie herausbringt oder welche Menschen diese anregen und aussprechen. Welche Position haben diese Menschen? Welche Gedanken bilden die Basis für die Aussagen? Sind es Entscheidungen, in denen ein „Verantwortungsvolles-Denken“ die Grundlage bildet? Auf Wen oder Was bezieht sich die Verantwortung? Welche Kriterien gehen den Empfehlungen und Verboten voraus? Ist es wirklich der Virus selbst der unmittelbar krank macht oder kommt es darauf an, wie der Mensch in Beziehung steht zu Themen, zum Leben, zum Umfeld und zur eigenen Person? An welche Stelle rückt der Virus in seiner kausalen Betrachtung? Ist ein Vertrauen zur eigenen Kapazität vorhanden?

Es kann erkannt werden, dass der einzelne Mensch regelrecht herausgefordert  ist „Hinzuschauen“ mit einer klaren und objektiven Ausrichtung zur Stärkung des Immunsystems und zur Förderung der Mittenfindung und dies  möglichst ohne Sympathie- und Antipathie-Gefühle. Das ist ein sehr hoher Anspruch, aber der Mensch hat diese Möglichkeit, die verbunden ist mit einer eigenen Entscheidungskraft. Aus eigener jahrelanger Erfahrung als Yoga-und Rehabilitationstherapeutin weiß ich, dass dieser Prozess stärkend auf die gesamte Konstitution des Menschen wirkt. Heinz Grill, Geistforscher, Heilpraktiker, Alpinist, Spiritueller Lehrer, Begründer des Neuen Yogawillen und Autor zahlreicher Bücher, hat auf seiner Homepage umfangreiche Artikel dazu veröffentlicht
www.heinz-grill.de.

Sympathien und Antipathien sind gekoppelt mit der eigenen Anlage, mit Prägungen aus der Erziehung und erworbenen Erfahrungen. Deshalb ist es für eine objektive Urteilsbildung sehr bedeutungsvoll, sich zunächst einmal von diesen Prägungen zu lösen, wenigstens für die Zeit der Anschauung. Es ist ein Bemühen um die Mitte, die, wie es scheint, gar nicht gewünscht ist im Materialismus. Im Polaren liegt das Entweder-Oder, im Polaren liegt das Richtig oder Falsch und im Polaren liegt auch die Sympathie und die Antipathie. Das Verweilen im Polaren oder das Reagieren und Handeln im Polaren behindert den Fortschritt im Sinne der Entwicklung. Das Bemühen um die Mitte ermöglicht das Kreieren von Raum und Weite, die notwendig sind zum Denken und Atmen. Der Beginn liegt zunächst im Abstand zum persönlichen, emotionalen Gefühlsleben. Wenn der Mensch bedrängt wird, dann kann er nicht wirklich denken und atmen. Das können wir beispielsweise ganz leicht nachvollziehen mit der Vorstellung eines Gespräches, bei dem ein Mensch einen anderen mit Worten und Haltung in die Enge treibt und sich regelrecht körperlich dominant positioniert. Der Bürger erlebt nun in der aktuellen Situation mit dem Corona-Virus diese Enge durch die vielen unterschiedlichen Aussagen, Verbote und Suggestionen, die leider ungesehen bleiben und im Unbewussten schwächend  und zerstörerisch wirken. Beispielsweise schreibt die Frankfurter Allgemeine „Angst vor Corona-Virus, warum Panik Leben rettet“ von Winand von Petersdorff, Washington. „Das Corona-Virus zwingt zu außergewöhnlicher Entschlossenheit. Längst ist nicht klar, ob die Anstrengungen der westlichen Länder ausreichen. Zwar wird Panik als Reaktion schlecht geredet – doch sie wird geradezu zur Bürgerpflicht. Eine Analyse“. Hier finden Sie den vollständigen Beitrag: https://www.faz.net/-gqe-9xa7n?GEPC=s5. Weiter schreibt die Frankfurter Allgemeine in diesem Bericht „Panik ist aus Sicht von Verhaltenskundlern überlebenswichtig. Vor diesem Hintergrund sind alle jene wohlmeinenden Warnungen an die Bevölkerung, nicht in Panik zu verfallen, fragwürdig. Aus der Perspektive von Verhaltenskundlern ist Panik überlebenswichtig….“.

Seit Ende März gibt es eine Aussage von Innenminister Thomas Strobl in Zusammenhang mit der Corona-Krise „Wenn es Uneinsichtige gibt, die vorsätzlich oder fahrlässig dagegen verstoßen, müssen unsere Sicherheitsbehörden das wissen, damit sie das unterbinden können. Es geht darum, die Ausbreitung der Seuche zu verlangsamen, und es geht darum, Menschenleben zu retten“.  Laut Schwarzwälder Bote war dies seine Aussage am Montag 30 März gegenüber der Bild. Es ist nun wichtig den Inhalt dieser Aussage genau zu prüfen. Welche Suggestionen wirken in das Unbewusste? Wie lautet die Definition des Begriffes „Uneinsichtige“? Ist der Covid-19 eine Seuche? Tötet der Virus? Welche Aufforderung steckt in dieser Aussage von Herrn Strobl?

Werden nun Meinungen wild übernommen und bleibt die eigene Urteilsbildung aus, dann wird das Polare gestärkt, die eigene Mitte geschwächt und damit das Nervensystem. Ängste belasten das Nervensystem und haben unmittelbar eine Auswirkung auf das Immunsystem. Das kann jeder Einzelne gut nachvollziehen. Diejenigen aber, die eine Kraft aufbringen länger Hinzublicken, wirken recht ruhig und besonnen. Die letzten Tage hatte ich erfreulicher Weise den Eindruck, dass  einige Menschen sich selbst wachrütteln und sich zur Anschauung ermahnen. Einige Menschen hinterfragen nun, welche Maßnahmen wirklich gerechtfertigt und welche überzogen sind. Auffallend ist, dass durch die getroffenen Maßnahmen und Schüren von Ängsten der natürliche Beziehungszusammenhang gestört wird. So beschreibt beispielsweise Heinz Grill in seinem Artikel vom 4 März 2020, wie der Virus die gegenwärtige Zeit geißelt und geschickt die Aufmerksamkeit der Menschen in eine eigentümliche, subjektive Richtung lenkt. Es werden die viel tiefer liegenden Bedingungen der Zeit übersehen. Weiter heißt es in seinem Artikel: „Das Immunsystem braucht eine Auseinandersetzung mit dem Negativen und muss sich so weit sammeln lernen, dass es diesen psychischen Kräften der Zeit etwas entgegenzusetzen hat. Wenn nun der Einzelne den Mut fasst, sich längere Zeit in einer Anschauung zu üben, beispielsweise mit der Frage: Was ist wirklich die gesamte Angstmacherei in dieser Welt? Und wenn er beginnt, diese Anschauung von verschiedener Seite vorstellungsmäßig zu verarbeiten, dann gewinnt er die Fähigkeit, das, was auf ihn täglich hereinströmt, das ganze suggestive Potential, das ihn überschwemmen und überfremden möchte, von innen nach außen zu führen. Eine gute Vorstellungsbildung und eine Auseinandersetzung mit negativen Kräften kann zu dem Sprichwort führen -Wenn die Gefahr erkannt ist, ist sie bereits gebannt“.

Der Mensch kann sich selbst zunächst einmal die Frage stellen „Was ist ein Virus überhaupt? Wovon ernährt er sich? Wie kann er nachgewiesen werden?“ Eine entscheidende Frage, die sich jeder einmal stellen könnte wäre „Welche Konditionen bilden den Anfang einer Injektion? Wann kommt es zur Krankheit und warum?“ So kann ein eigenes Bild selbstständig kreiert werden und gibt eine erste Sicherheit zum Thema.

Die momentane Situation, ausgelöst durch die Reaktionen zum Covid-19, kann eine Chance sein, sich selbst in einem Aufrichtevermögen zu empfinden und eine neue Bewusstseinskraft in die Geburt zu führen, die sich aus einer Unabhängigkeit und Objektivität herausformt. Das Forschen und Erkennen von Suggestionen und Manipulationen wirkt stärkend nach innen in die menschliche Struktur und raumschaffend nach außen. Im Beziehungsfeld entsteht regelrecht Weite und Raum zum Denken und Atmen und unmittelbar kann die Mittenfindung gefördert werden. Eine Mitte kann gefördert werden, welche sich auf die Entwicklung des Menschseins bezieht, als „Geist-Begabtes Wesen“ und nicht auf den Materialismus als Förderer der Menschheit. Suggestionen arbeiten mit den angelegten Sympathien und Antipathien, die im Inneren des Menschen eine Bindung haben zu äußeren Strukturen und anerzogenen Verhaltensmustern. Sich frei machen von diesen inneren Bindungen führt zur Möglichkeit der Anschauung und neue Fragen werden sich auftun. Beispielsweise „Was ist eigentlich wirklich gegeben? Ist es gewollt, dass der Mensch durch den Corona-Virus Wesentliches nicht sieht und auf das Subjektive zurückgeworfen wird? Wenn ja, warum? Wer hat Interesse daran? Welche Ereignisse laufen im Hintergrund ab, quasi im Schatten des Corona-Virus?“  Beispielsweise die Nato-Übung „Defender“. Schiffe  aus den USA erreichten Bremerhaven und brachten Panzer für ein Großmanöver. Der Kalte Krieg sei fast Geschichte gewesen, aber es stehe ein Umdenken an, man müsste sich erneut vorbereiten. Auf was? Das Manöver soll auch an der russischen Grenze stattfinden.
Es sei eine Krisenreaktion und keine Provokation laut US-General. Inzwischen ist das Manöver gestoppt aufgrund der Corona-Krise. Aber die Truppen sind da. Hier geht es zum Video auf youtube. https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Bremerhaven-Proteste-gegen-Defender-Manoever,defender116.html

Ob nun der Virus tatsächlich durch böse Absicht vom Menschen gesteuert oder ob er als natürliche Folge der Zeitbedingungen entsteht, ist laut Heinz Grill für die weitere Beurteilung der Situation nicht unbedingt von wichtiger Bedeutung. Entscheidend ist jetzt die Haltung des Menschen.

Ich bin davon überzeugt, dass die momentane Situation eine große Chance sein kann für die Menschen, das eigene Bewusstsein in eine höhere Ebene führen zu können. Aus der Krise, die schon lange vor dem Corona-Virus begonnen hat durch massenhafte Suggestionen und Manipulationen, wird der Mensch hervortreten können durch die klare Anschauungs- und Vorstellungsbildung. Diese Bewusstseinsschulung und Erweiterung ist verbunden mit neuen Möglichkeiten im Beziehungsfeld und einer sozialen Integrität.

Ilona Kramhöller

 

 

 

"Die beste Zeit für guten Journalismus ist jetzt."
(Ausgabe der baden-württembergischen Zeitungen Mittwoch 6. November)

Dieser Aussage kann ich mit Nachdruck zustimmen. In der Menschengeschichte sind wir in einer Zeit angekommen, in der die Menschheit zu einem eigenaktiven Denken aufgerufen ist zur Förderung einer freien Unterscheidungs- und Urteilsbildung. Welcher Gedanke jedoch geht der oben genannten Aussage voraus und was und welche Vorstellungen liegen dem Wort „gut“ zugrunde?

Journalismus kann ein wichtiges Instrument sein, der den Menschen in seinen Bewusstseinskräften anregt und ihn fördert sich mit Themen selbst zu beschäftigen für eine wahre Urteilsbildung, einen freien Stand und eine Beziehungsfähigkeit zu Sachverhalten und Erscheinungsformen der Zeit, die weit über die Antipathie und Sympathie hinausgeht.

Es ist häufig so, dass bereits die Überschrift eine Meinung des Journalisten aufzeigt und eine Suggestion beinhaltet, die sich direkt im Unbewussten einnistet und wenn sie ungeprüft bleibt Unruhen auslösen kann, weil die Seele die Unstimmigkeiten spürt. Ohne Anschauung und Prüfung der Sache bleiben diese Unruhegefühle im Unbewussten aktiv und schwächen das Nervensystem. Wenn der Leser einen Artikel nicht prüfend auf Fakten zu Ende liest und nur bei der suggestiven Überschrift bleibt, dann hat dies fatale Folgen für die Gesundheit des Menschen. Die Erschöpfung im Nervensystem ist offensichtlich und auch die Zunahmen der depressiven Erkrankungen der Menschen. Hierzu hat Heinz Grill, Geistforscher und Autor von zahlreichen Bücher einen Artikel verfasst: "Die Gefährlichkeit falscher Informationen" von Heinz Grill
https://heinz-grill.de/guru-gefahr-sz/

Was ist gegeben und was wäre wichtig in einer Demokratie? Förderlich wäre in einer Demokratie eine Berichterstattung, die klar und getrennt die Meinung des Journalisten und die Fakten aufzeigt. So wie es früher noch war. Ein Grund dafür war mit Sicherheit auch der freiere Stand eines Zeitungsverlages als Familienunternehmen indem ein Ideal leichter gelebt werden konnte. Dies zeigt beispielsweise die Gründung des Schwarzwälder Boten als Familienbetrieb auf. Auch bei der Süddeutschen Zeitung kann man erkennen, dass vor dem Verkauf das Unternehmen in Familienhänden war und den Journalisten zur Fakten-Recherche auch ordentlich das Geld zu Verfügung gestellt wurde. Fakten und Meinungen wurden getrennt und brachten der Zeitung einen guten Ruf ein, den sie heute noch genießt, obwohl inzwischen ein Faktenmangel besteht und keine tieferen Belege aufgeführt werden. Nur für vereinzelte Projekte stehen genügend Zeit und Geld zur Verfügung. Ein Beispiel hierfür wären die Recherchen zu Panama Papers (3. April 2016). Stattdessen werden entwürdigende Verleumdungsartikel gedruckt mit tiefen Vernichtungsmotiven. So wurde beispielsweise in der Ausgabe der Süddeutschen Zeitung am 13./14. April 2019 Heinz Grill, Geistforscher, spiritueller Lehrer, Autor zahlreicher Bücher, Heilpraktiker und Alpinist, auf das Schlimmste verleumdet mit einem Massensuggestionsbericht in Bild und Schrift, der den Leser zutiefst verwirrt und schadet. Die Journalisten Julius Heinrichs und Ralf Wiegand haben Heinz Grill persönlich noch nie kennengelernt. Stattdessen haben sie ihm einen entwürdigenden Fragekatalog zugeschickt und dies ein paar Tage vor der Erscheinung des dreiseitigen Artikels, sie wollten sich auch nicht zu erkennen geben. Heinz Grill steht als freie Person für eine empathische Beziehungsfähigkeit, die weit über Antipathie oder Sympathie hinausgeht innerhalb der persönlichen Begegnung. Aus diesem Grund hatte er sich in Bezug auf die Anfrage der Journalisten nicht gemeldet. Weitere Details zum Rufmordartikel können in meiner Stellungnahme nachgelesen werden www.yoga-bewegungsschule.de Rubrik Heinz Grill, oder Stephan Wunderlich Verlag
https://stw-verlag.de/beschludigungen-gegen-heinz-grill-in-der-sueddeutschen-zeitung/
und
https://stw-verlag.de/interview-heinz-grill-sz/

Gleich in derselben Ausgabe wurde auch Julian Assange verleumdet und lächerlich gemacht mit einer suggestiven Bilddarstellung, einem Heiligenschein. Dabei hat er nur „Mitgeteilt“ und wird dafür eingesperrt während der Spiegel Journalist Relotius seine Texte verfälscht und erfunden hat. Dieser wird aber noch als Starjournalist mit Preisen gefeiert. Die Rufmordkampagne gegen Julian Assange wurde von Caitlin Johnstone sichtbar gemacht, indem sie die Liste der Vorwürfe aufzeigt in einem Artikel „Die Entlarvung aller Verleumdungen über Julian Assange“. Publiziert auf Free21 am 20.05.2019, vorgestellt auf Deutsch von Andrea Drescher.

Was treibt die Journalisten an um solche Verleumdungsartikel und solche Rufmordartikel schreiben zu können? In welchen Abhängigkeiten stehen sie? Welchen Mangel spüren sie bei sich selbst? Ich frage mich. „Ist es die Begegnung mit Menschen, die in vollkommener Freiheit und Unabhängigkeit stehen wie beispielsweise Heinz Grill und der Mensch in der Gegenüberstellung seine eigene Unfreiheit spürt und dies kompensiert mit Vernichtungsgedanken“?

Die Zukunft braucht im Journalismus die Trennung von Fakten und Meinung und dass diese auch transparent gekennzeichnet sind. Der Leser erhält dadurch die Möglichkeit einen freien Stand einzunehmen. In einer Demokratie wäre das wünschenswert. Damit wird dem Menschen aber auch das eigenständige Denken zugesprochen und nicht abgesprochen. Der Leser wird zur Eigenverantwortung aufgefordert. Die kreativen Schritte des aktiven Lesens wirken ätherisierend (belebend) und dabei stärkend auf das Nervensystem. Die damit verbundene Verantwortung führt zu einem stabilen Stand.

Wird der Blick in die Welt und auf den Menschen gerichtet mit der Frage „Was fehlt?“ im Sinne einer entwicklungs- und beziehungsfreudigen Kultur, dann zeigt sich, dass der Mensch nicht als geistbegabtes Wesen gesehen wird und dass ihm eine Urteilsfähigkeit abgesprochen wird. Die Freiheit fehlt. Es fehlt die Unterstützung für den Menschen zur Urteilsfindung durch eine objektive Berichterstattung im Medienbereich. Stattdessen wird der Mensch aufgefordert die Meinung der Zeitung zu übernehmen mit der Begründung „wir recherchieren für sie“. Wie ist die Dienstleistung in diesem Sinne zu verstehen? Fördert oder schadet sie? Meine Erfahrungen zeigen, dass wenn wir den seelisch-geistigen Entwicklungsgedanken außer Acht lassen und den Menschen in seiner subjektiven und emotionalen Welt bedienen, dieser sich dann zurückbindet an Vergangenes und schwächend wirkt auf sich selbst. Wird die Dienstleistung im förderlichen Sinne gesehen, dann wird der Mensch aufgerufen zu einem aktiven Lesen, weil er sich mit den Fakten selbst auseinandersetzen muss für eine eigene erarbeitete Urteils- und Unterscheidungsbildung. Ist oft auch unbequem, aber stärkend und zukunftsorientiert.

Stellen wir uns einmal vor: „Viele Menschen aktivieren ihre Bewusstseinskräfte, sie gehen empathisch in Beziehung zu Personen und Sachverhalten, schulen sich in einer rechten Unterscheidungs-und Urteilsbildung und fühlen sich im Nervensystem gestärkt, so dass sie Verantwortung übernehmen können“. Das wäre meiner Meinung nach ein Horror für das gesamte Wirtschafts- und Politiksystem, für die Pharmaindustrie und das Kirchensystem. Es wäre aber zukunftsorientiert und notwendig.

Es ist wichtig, dass geschaut wird, von welchem Gedanken geht eine Zeitung, ein Redakteur oder Journalist aus? Ist es der Gedanke „den Menschen bedienen zu wollen in seinen Wünschen und in seinem subjektiven Rahmen“ oder ist es der Gedanke „dem Menschen die Möglichkeit zu geben sich für eine Sache zu interessieren“? Sich nicht beschäftigen zu wollen mit „Negativen Dingen“ ist gekoppelt mit einem Sicherheitsdenken das unsere Zeit extrem prägt. Damit sind Bindungen gegeben, die den Menschen nicht frei denken lassen und nicht zu einer wahren Urteilsbildung führen. Klares und entwicklungsfreudiges Denken benötigt die emotionsfreie und objektive Ebene. Deshalb ist es so entscheidend, ganz allgemein gesprochen, „welcher Gedanke führt den Menschen“?

Nun meine Frage:
„Ist es möglich, dass ein Zeitungsunternehmen zusammen mit den Redakteuren, Journalisten und allen Angestellten ein Ideal entwickelt mit Hilfe eines rhythmischen Zusammenwirkens, bei dem alle Mitwirkenden am Entwicklungsgedanken für eine zukünftige Kultur ansetzen? Beispielsweise die Förderung der freien, klaren und objektiven Urteilsbildung und des aktiven Lesens beim Menschen für mehr Eigenverantwortung und eine Stabilisierung der Menschheit.

Nicht selten werden auch Journalisten und Redakteure von Lesern bitterböse beleidigt und beschimpft. Auch diese Reaktionen zeigen, dass der Leser dringend in seiner Objektivität angeregt werden muss. Entwürdigendes Verhalten und Verleumdungen haben im Journalismus nichts zu suchen. Dies betrifft beide Seiten, den Journalist und den Leser.

So könnte sich jeder Journalist auch einmal fragen: „Bin ich unabhängig und wirklich nicht käuflich? Egal was passiert?“ In der Ausgabe des Schwarzwälder Bote vom 6 November 2019 und in anderen baden-württembergischen Zeitungen war der Satz zu lesen: „Journalisten treten für die Suche nach der Wahrheit ein, sie recherchieren, sind unabhängig, und sie lassen sich nicht kaufen. Darauf kann ich mich als Leserin und Leser verlassen.“

Dieser Satz müsste nun als Wunschdenken gekennzeichnet werden und nicht als Tatsache, denn so wie die Aussage formuliert wurde stellt sie eine Suggestion dar die besagt „die Journalisten sind die besseren Menschen, sie lassen sich nicht kaufen“. Selbst der ehemalige Bundeskanzler Herr Kohl oder Finanzminister Herr Schäuble waren käuflich. Journalismus frei von Manipulationen und Suggestionen ist eine Herausforderung und benötigt ein profundes Fachwissen. Aus dieser Sicht ist der Beruf des Journalisten unglaublich bedeutungsvoll für die Zukunft.

Deshalb sehe auch ich in dieser Aussage „Die beste Zeit für guten Journalismus ist jetzt“ eine zukunftsweisende Notwendigkeit. So könnte der Journalismus, der einem tieferen Ideal folgt, sich frei machen von Bindungen und mit Fakten aufklären unabhängig von bestimmten wirtschaftlichen und politischen Stellungen einiger Personen. Dann wäre Kritik im rechten Sinne möglich ohne Beleidigung und Entwürdigung und ohne Ängste verklagt zu werden.

Für eine Zukunft, in der eine Selbstbestimmtheit neu in die Geburt kommt, wären folgende Fragen einmal wichtig zu bewegen: „ Was benötigt ein freier Journalismus? Was benötigen die Journalisten um fachbezogen arbeiten zu können? In welcher Form und Intensität beeinflussen wirtschaftliche Abhängigkeiten den Journalismus? Welches Ideal scheint für eine zukünftige Kultur wichtig? Was benötigen die Leser? Was fördert das empathische Beziehungsfeld?

Die Frankfurter Allgemeine druckte den Satz: „Wo aus Fakten Meinungen werden und nicht umgekehrt“. Macht Sinn, denk ich, solange Meinungen vom Leser selbst verantwortungsvoll gebildet werden dürfen und können und die Meinungen der Journalisten auch als solche gekennzeichnet sind.

Verfasst von:
Ilona Kramhöller
Grabenäckerweg 9
72189 Vöhringen